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Eine Zustandsgeschichte

Gehen: einen Fuß vor den anderen setzen. Schreiten, marschieren. Spazieren, flanieren, wandern. Schlendern, bummeln, stelzen.

Stöckeln, trotten, trippeln. Stiefeln, schlurfen, schleichen. Trödeln, watscheln und trampeln. In Betrieb sein. Funktionieren. Ausführbar und denkbar sein. Im Bereich des Möglichen liegen. Fortgehen, aufbrechen, sich auf den Weg machen, das Feld räumen, verschwinden. Die Frage “Wo bewegen wir uns hin?” sollte eigentlich erst nach dem “Wo sind wir denn überhaupt?” angedacht werden.

Ein Mann und eine Frau – noch namenlos darauf wartend, vom Publikum getauft zu werden – brechen voller exemplarischer Sehnsüchte und Bedürfnisse auf. Und zwar zum nächsten Nahversorger. Sie materialisieren sich an unserem gemeinsamen Startpunkt, dem THEO. An das Publikum verteilte Funk-Kopfhörer machen aus ihrem Spaziergang eine in eine mediale Bubble gefasste Reise durch Oberzeiring. Die beiden haben keine Lösungen parat für die kleinen und großen gordischen Knoten des Daseins. Man kann ihnen nur zusehen, wie sie im Strom der Dinge Wasser treten. Denn: “Denken ist oft kein Prozess, der mit dem Bewusstsein zusammenhängt, sonder eher mit Verdauung zu vergleichen. Ein Prozess, der auf Prägungen beruht. Sagt der Neuroethiker.”

Eine Melange aus reduzierten Begegnungen; dialogischen Rezitationen von Personality Tests, Horoskopen und Statusmitteilungen; eine Parade destillierter Alltagsgewohnheiten.

 

Konzept, Text und Regie: Mimu Merz

Schauspiel: Melanie Katja Schneider, Felix Krauss

Ton: Oliver Brunbauer

Fotografie und Dokumentation: Markus Zahradnik, Julian Stampfer und Mimu Merz

Technikverleih: Oliver Hangl